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News / Nachrichten aus der Kunststoffbranche:

 
Donnerstag, 06.12.2012

Kunststoffmaschinenbau: Deutschland wichtigstes Lieferland für Russland

Die russische Kunststoff und Gummi verarbeitende Industrie hat im Jahr 2011 insgesamt Maschinen im Wert von knapp 600 Mio EUR importiert, was einem Zuwachs von 49 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Haupt-Lieferländer waren Deutschland auf Platz 1, gefolgt von Italien und China.

Insbesondere die Niederlande und Finnland konnten ihre Kunststoffmaschinen-Exporte nach Russland massiv erhöhen, aber auch alle anderen Länder – mit Ausnahme von Österreich – profitierten von der Erholung im russischen Verarbeitungssektor. Im Zeitraum Januar bis September 2012 beliefen sich die Ausfuhren der deutschen K-Maschinenbauer auf 147,2 Mio EUR, ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies meldet der Fachverband VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen (KuG, Frankfurt) im Vorfeld der Messe „Interplastica 2013" in Moskau.

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Freitag, 02.11.2012

DSM: Wärmeleitendes Polyester „Arnite PET XL-T"

DSM Engineering Plastics (Sittard / Niederlande) hat ein wärmeleitendes Polyester entwickelt. „Arnite PET XL-T" soll im Automobilbau eingesetzt werden, wo es eine leichtgewichtige Lösung für das Wärmemanagement etwa bei Gehäusen für Nebellampen oder Linsenhalter darstellen kann. Weitere Einsatzgebiete sind LED-Systeme sowie andere Anwendungen im Bereich der automobilen Elektronik.

Nach Unternehmensangaben verbindet der Werkstoff hohe Temperaturbeständigkeit mit geringem Ausgasen. Damit stelle es eine Alternative zu den erheblich teureren Materialien wie Polyphenylsulfid (PPS) und Polyetherimid (PEI) dar.

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Montag, 29.10.2012

Kunststoffrohre: Produktion in Deutschland stieg 2011 um 10 Prozent

Während die eskalierende Euro-Krise und die damit verbundene Konjunkturabschwächung in diesem Jahr auch bei den deutschen Herstellern von Kunststoffrohren deutliche Spuren hinterlassen dürften, verzeichnete die Branche im vergangenen Jahr noch ein reges Wachstum. Die Produktionsmenge stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent auf rund 700.000 t, wie der Kunststoffrohrverband (KRV, Bonn; www.krv.de) im Jahresbericht für 2011 mitteilt. Damit lag die durchschnittliche Zuwachsrate in den vergangenen zehn Jahren – trotz der massiven Finanzkrise 2008/09 – bei durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr.

Hauptgrund für das stetige Wachstum ist laut KRV die stetige Wachstum des Marktanteils im Abwassermarkt im Vergleich zu anderen Materialien. Das Hauptgeschäft lag mit einem Anteil von knapp 90 Prozent weiterhin in den Tiefbauanwendungen, berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg).

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Dienstag, 02.10.2012

Ethylen: Erzeugung durch genmanipulierte Bakterien

Forscher am National Renewable Energy Laboratory (NREL,) des US-Energieministeriums melden die erfolgreiche Entwicklung eines Cyanobakteriums, das per Fotosynthese aus CO2 und Wasser Ethylen erzeugen kann, den mit Abstand meist gebrauchten Ausgangsstoff der Petrochemie. Das Besondere gegenüber herkömmlichen bakteriellen Erzeugungsprozessen etwa von Ethanol, Butanol oder Algen-Biokraftstoff ist den Angaben zufolge dabei zum einen die höhere Ausbeute. Zum anderen behalten die genmanipulierten Bakterien ihre spezielle Fähigkeit zur Ethylenproduktion über mindestens vier Generationen hinweg. Das durchbricht die „Schallmauer" der Bakterien, die der japanische Forscher Takahira Ogawa vor zehn Jahren zur Ethylenerzeugung per Fotosynthese einsetzte.

Die Erfinder sprechen derzeit mit etlichen Unternehmen über die mögliche kommerzielle Umsetzung der grundlegenden Forschungsarbeiten.

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Montag, 10.09.2012

Lanxess: Weltweit größte EPDM-Anlage in China geplant

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess (Leverkusen) baut nach eigenen Angaben die weltweit größte Anlage für synthetischen EPDM-Kautschuk in China. Investiert werden insgesamt 235 Mio EUR in das Werk in Changzhou (Provinz Jiangsu). Dies sei die bisher größte Ausgabe des Unternehmens in China überhaupt, heißt es aus Leverkusen.

Der Produktionsstandort im Changzhou Yangtze Riverside Industrial Park mit rund 200 Mitarbeitern soll 2015 in Betrieb gehen, alle erforderlichen Genehmigungen der örtlichen Behörden lägen bereits vor. Lanxess ist seit der Übernahme von DSM Elastomers im Jahr 2011 der weltweit führende Anbieter von EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer), das das Unternehmen unter dem Markennamen „Keltan“ vermarktet.

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Dienstag, 21.08.2012

Feste Verpackungen: Weltmarkt wächst weiter

Die Nachfrage nach festen Verpackungen wird weiter steigen. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Freedonia (Cleveland, Ohio / USA; www.freedoniagroup.com) soll der Markt bis 2016 jährlich um 6,4 Prozent auf 472 Mrd USD (383 Mrd EUR) wachsen.

Die mit Abstand wichtigste Anwendung für feste Verpackungen sind Lebensmittel- und Getränkeverpackungen, 2011 standen sie für 64 Prozent. Merkliche Zuwächse prognostiziert Freedonia für Kunststoffflaschen und -verpackungen, hier würden Kosten- und Nutzenvorteile, zum Tragen kommen. Zudem gehe die Entwicklung neuer Materialien zur Lebensmittelverpackung ständig weiter. Am schnellsten entwickeln wird nach der Studie der Verbrauch in Indien, China und Indonesien. In Brasilien, der Türkei, Russland und Mexiko könne mit „gesundem Wachstum" gerechnet werden. China sticht wieder einmal heraus und vereinigt 46 Prozent der von den Forschern bis 2016 prognostizierten Zuwächse auf sich.

© KI Kunststoff Information, Bad Homburg

 
Donnerstag, 09.08.2012

Röchling: Erwerb von Maywo Kunststoff geplant

Zum zweiten Mal in diesem Jahr will Röchling (Mannheim) Geld für einen Unternehmenszukauf in die Hand nehmen. Der Mannheimer Kunststoffverarbeiter hat beim Bundeskartellamt die Übernahme der Maywo Kunststoff GmbH (Bad Grönenbach-Thal) angemeldet.

Eine Röchling-Sprecherin nannte auf Anfrage keine Details zu dem laufenden Verfahren. Maywo ist Hersteller von einschichtigen und coextrudierten Platten und Folien aus ABS und HIPS mit einem Maschinenpark von sieben Extrusionsanlagen. Für 2010 meldete das 1982 gegründete Unternehmen ein Rohergebnis von 11,7 Mio EUR, ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 3,7 und einen Gewinn von 2,7 Mio EUR. Jüngere Zahlen waren bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten.


 
Montag, 30.07.2012

Kunststoff-Konjunkturklima: Zweite Jahreshälfte wird kühler

Die deutschsprachige Kunststoffbranche hat im ersten Halbjahr 2012 konjunkturell eine weitestgehend ausgeglichene, feste Seitwärtsbewegung erlebt. Zwischen Inland und Exportgeschäften gibt es dabei keine signifikanten Unterschiede. Für die nächsten sechs Monate erwartet jedoch eine recht klare Mehrheit der Unternehmen schlechtere Geschäfte als in der ersten Jahreshälfte. Das sind die Kernergebnisse der 23. halbjährlichen Umfrage zur Kunststoffkonjunktur des Branchendienstes Kunststoff Information (Bad Homburg) im Juli 2012, die mit 681 Branchenunternehmen einen neuen Teilnahmerekord verzeichnete.

Der KI Erwartungsindex für die zweite Jahreshälfte ist bedenklich um 10 Punkte gegenüber dem Jahresbeginn auf 83,3 Punkte gefallen, womit Rückgänge zu erwarten sind. Große Sorgen bereiten den produzierenden Unternehmen neben der Eurokrise die auf hohem Niveau volatilen Rohstoffpreise.

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Donnerstag, 19.07.2012

Röchling: Neues Logistikzentrum in Troisdorf eröffnet

Ein neues Logistik-Zentrum hat Röchling Engineering Plastics (Haren) am 13. Juli 2012 am Standort Troisdorf eingeweiht. Das fast 10.000 m² große Objekt sei in nur sechs Monaten Bauzeit errichtet worden, so das Unternehmen. Der Neubau sei notwendig geworden, weil die vorhandene Lagerkapazität für das dynamisch gewachsene Geschäftsvolumen nicht mehr ausreichend war und zudem Platz für neue Produktionsanlagen geschaffen werden sollte.

Mit der Einrichtung des neuen Umschlagszentrums will Röchling auch Synergien zwischen den Standorten Haren (Ems) und Troisdorf nutzen. Es verfüge über eine verkehrstechnisch günstige Lage, die auch die Distribution von Kunststoffprodukten aus dem Harener Stammwerk ermögliche. Durchschnittlich 10 - 15 LKW pro Tag seien abzufertigen.

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Donnerstag, 12.07.2012

Kunststoff-Institut Südwest: Eröffnung in Villingen-Schwenningen

Das Kunststoff-Institut Südwest feiert mit über 150 Vertretern der Industrie, Politik und Verbänden die Eröffnung der Räumlichkeiten in Villingen-Schwenningen. Auf dem ehemaligen Saba/Thomson-Gelände startet das Institut zunächst mit einer Fläche von 500 m² für ein Labor, Technikum und Schulungsräumen.

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid, die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und 19 Unternehmen aus der Region haben bereits im Oktober 2011 die Gründung eines gemeinsamen Kunststoff-Instituts in Villingen-Schwenningen vertraglich besiegelt. Während die ersten Projekte und Schulungen noch in den Räumlichkeiten der IHK durchgeführt wurden, erfolgt nunmehr der Startschuss in den eigenen Räumlichkeiten, die auch Optionen auf Erweiterungen beinhalten.

In einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung haben die verantwortlichen Geschäftsführer des Instituts Thomas Eulenstein und Stefan Schmidt, der Präsident der IHK Schwarzwald Baar Heuberg Herr Dieter Teufel und der Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez und als besonderer Ehrengast der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, MdB erläutert welchen besonderen Stellenwert die kunststoffverarbeitende Industrie in der hiesigen Region einnimmt. Dieses aus rein industriellen Mitteln finanzierte Unternehmen wird in der Zukunft das Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft darstellen und insbesondere für die klein- und mittelständischen Firmen Türen zu neuen Kunden und Lieferantenkreisen öffnen. Zudem sind insbesondere bei weitreichenden Entwicklungsprojekten die Wege für interessante Industrieförderungen geöffnet, die mittlerweile auch mittleren und größeren Unternehmen möglich sind.

   
 

„Direkt zu Beginn kann unser zunächst 6-köpfiges Institutsteam auf ein bestens ausgestattetes Technikum für Spritzgießtechnik zurückgreifen“, so Geschäftsführer Stefan Schmidt und erläutert weiter: „Im Technikum können nun die praktischen und theoretischen Übungen für das umfangreiche Seminarangebot durchgeführt und zudem Abmusterungen oder Werkzeugoptimierungen für die hiesige Kunststoffindustrie angeboten werden.“

Parallel dazu sind die ersten Verbundprojekte mit den Schwerpunkten Medizintechnik und Hybridtechnik erfolgreich angelaufen und bieten den Unternehmen der Region zahlreiche Möglichkeiten sich Wettbewerbsvorteile auf dem regionalen oder globalen Markt zu erarbeiten.

Für die Projektteilnehmer des ersten Netzwerkprojekts im Bereich der hybriden Werkstoffkombinationen für Präzisionsanwendungen war der Eröffnungstag ein besonderer Tag, da es sich der Staatssekretär Ernst Burgbacher nicht nehmen ließ, persönlich den Zuwendungsbescheid für dieses erste ZIM NEMO Projekt zu überreichen. „Wie der Projekttitel schon vermuten lässt“, erläutert Geschäftsführer Thomas Eulenstein, „handelt es sich um ein engagiertes Projekt, bei dem die Kombination von Kunststoff und anderen Werkstoffen wie Metall im Mittelpunkt steht und ganz neue Produkte entwickelt werden.“ Dieser Themenbereich passt natürlich hervorragend in das Leistungsspektrum der Region und wird sicherlich für die Projektteilnehmer neue Möglichkeiten und Wege bei zukünftigen Produktentwicklungen aufzeigen.

Bei dem anschließenden Rundgang konnten sich alle Teilnehmer einen Überblick über die derzeitigen Räumlichkeiten und Ausstattungen verschaffen und zudem das Leistungsspektrum einiger Unternehmen nachvollziehen, welche sich am Kunststoff- Institut Südwest engagieren.

Die am Kunststoff-Institut Südwest GmbH & Co. KG beteiligten Unternehmen:
Aesculap AG (Tuttlingen), ebm-papst St. Georgen GmbH & Co. KG (St. Georgen), E. Wehrle GmbH (Furtwangen), Grässlin KBS GmbH (Villingen-Schwenningen), Hahn- Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. (Villingen-Schwenningen), Hechinger Automotive GmbH (Villingen-Schwenningen), Huonker Verwaltungs KG (Villingen-Schwenningen), IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, IMS Gear GmbH (Donaueschingen), Karl Storz GmbH & Co. KG (Tuttlingen), KBS-Spritztechnik GmbH (Schonach), Kunststoff-Institut Lüdenscheid GmbH, Marquardt GmbH (Rietheim- Weilheim), Rampf Dosiertechnik GmbH & Co. KG (Zimmern ob Rottweil), Weißer und Grießhaber GmbH (Mönchweiler), ddm hopt&schuler (Rottweil), HB-Therm GmbH (Siegburg), Karl Bock GmbH&Co KG (Lauterbach), Wiha GmbH (Schonach), RIAPolymers GmbH (Zimmern o.R.), ebm-papst St. Georgen GmbH (St. Georgen)

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Mittwoch, 04.07.2012

Sabic: Neue PE-HD-Blasformtypen für Mehrschicht-Milchflaschen

Sabic (Riyadh / Saudi-Arabien) hat mit „B5260ULS" eine neue PE-HD-Blasformtype für den Molkerei- und Saftbereich entwickelt. Laut Firmenangaben ist dieses PE-Material speziell zur Herstellung von Flaschen für ultrahocherhitzte Milch (H-Milch) und sterilisierte Milch im Hochgeschwindigkeits-Extrusionsblasformverfahren geeignet. Hauptsächlich vorgesehen für dieses Einsatzgebiet sind die südeuropäischen Länder.

B5260ULS habe genau die mechanischen und thermischen Verarbeitungsmerkmale, die für H-Milchverpackungen nötig seien, heißt es. So ermöglichten der Schmelzflussindex und die breite Molmassenverteilung gute Eigenschaften während Extrusion und Blasformen. Einsetzbar ist das PE-HD sowohl für Multi- als auch für Monoschicht-Konstruktionen.

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Freitag, 29.06.2012

WVK : Deutsche Kunststoffindustrie wächst etwas langsamer

Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK,) als gemeinsame Branchenvertretung von Kunststofferzeugung, -verarbeitung und Kunststoffmaschinenbau in Deutschland legt einen Konjunkturbericht für die deutsche Kunststoffindustrie vor. Der Bericht liefert eine Analyse der Wirtschaftsentwicklung der Kunststoffindustrie bis zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2012 und einen Ausblick für die weitere Entwicklung des Jahres 2012. Es ist vorgesehen, die Berichterstattung künftig quartalsweise fortzuschreiben.

Die aktuellen Kennzahlen für Produktion und Außenhandel weisen in der Kunststoffverarbeitung und der Kunststofferzeugung eher auf ein verlangsamtes Wachstum zu Beginn des Jahres 2012 hin. Sie bewegen sich aber im Mehrjahresvergleich auf einem hohen Niveau. Von Rückgängen könnte zeitversetzt auch der Maschinenbau betroffen sein, der aktuell noch hohe Zuwachsraten in der Produktion verzeichnet.

Internet:

 


 

Dienstag, 26.06.2012

Lanxess: Neue Landesgesellschaft in Istanbul eröffnet

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess (Leverkusen) will die Präsenz im türkischen Markt weiter stärken. Als wichtigen Schritt hierfür hat der Konzern am 18. Juni die neue Türkei-Landesgesellschaft in Istanbul eröffnet. Über die neu gegründete Lanxess Kimya Ticaret Ltd Sti werden die Geschäfte in diesem Markt, in dem Lanxess 2011 einen Umsatz von rund 125 Mio EUR erzielt hat, künftig gesteuert.

Die neue Gesellschaft wird in Istanbul zunächst mit rund 20 Mitarbeitern unter der Leitung von Geschäftsführer Ömer Bakir starten. Der Rohstoffhersteller vertreibt in der Türkei sein gesamtes Portfolio von Hochleistungspolymeren und -kautschuk über Spezialchemikalien bis zu hochwertigen chemischen Zwischenprodukten.

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Freitag, 22.06.2012

Engel: Rekordumsatz von 834 Mio EUR in 2011/12

Der Spritzgießmaschinenhersteller Engel (Schwertberg / Österreich) hat im Geschäftsjahr 2011/12 (31.3.) einen neuen Umsatzrekord erreicht. Mit 834 Mio EUR übertraf man das Vorjahresergebnis von 615 Mio EUR und selbst das Vorkrisenniveau deutlich. Im laufenden Geschäftsjahr ist nach Aussage von CEO Dr. Peter Neumann eine weitere Steigerung möglich, wenngleich sich die Auftragseingänge zuletzt wieder auf normalem Niveau eingependelt hätten.

Die Marktanteile sind 2011 weiter gewachsen: Den Anteil am Weltmarkt bezifferte CSO Christian Pum nach Wert auf jetzt 14 Prozent (2004: 9 Prozent). Das Wachstum stützt sich auf alle Industriekontinente: In Europa kletterten die Anteile auf 30 Prozent (2004: 23 Prozent), in Amerika auf 15 (9) Prozent und in Asien auf 9 (2) Prozent.

Internet:
www.engelglobal.com

 


 

Mittwoch, 20.06.2012

Axion: Schwarze PP-Type aus Altfahrzeugmaterial

Der Recycling-Spezialist Axion Polymers (Salford / Großbritannien) hat die eigene Palette von Regranulaten um eine schwarze PP-Type aus vollständig von Altfahrzeugen gewonnenem Rohmaterial erweitert. Das Unternehmen glaubt, dass „Axpoly PP51" ein großes Potenzial bei Automotive-Teilen haben könnte.

Axion produziert das Spritzgießmaterial im Anfang 2011 eröffneten Recyclingwerk in Manchester. Dort schreddert und trennt Axion nichtmetallische Fraktionen aus Zehntausenden von Autos. Die Recyclingquote liegt bei 95 Prozent. Aus den Stücken von Stoßstangen, Luftführungen und Unterbodenschutz wird nach der Reinigung wieder PP-Granulat compoundiert.

Internet:

  


Dienstag, 19.06.2012

Forschung: IKV realisiert PUR-Composite-Bauteile in fünf Minuten

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV, Aachen) an der RWTH Aachen (Aachen) arbeitet im neu eingerichteten Polyurethansprühzentrum derzeit an der Entwicklung eines Prozesses zur Serienproduktion von faserverstärkten Strukturbauteilen mit hohem Fasergehalt und kurzer Zykluszeit.

Dabei werden textile Halbzeuge mit gerichteten, nicht kompaktierten Endlosfasern mittels Sprühtechnik imprägniert. Als Matrixmaterial dient ein „Baypreg"-Polyurethan von Bayer MaterialScience (BMS, Leverkusen). Matrixauftrag und Vorimprägnierung der trockenen Preforms erfolgen auf einem vakuumunterstützten Imprägnierwerkzeug innerhalb von 30 Sekunden. Bisher wurden in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt Zykluszeiten von weniger als fünf Minuten erreicht.

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Montag, 18.06.2012

IKV: Neuartige Hybridleichtbautechnologie für die Automobilindustrie

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen erforscht in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung den Einsatz eines neuartigen Haftvermittlersystems für hybride Spritzgussbauteile. Hybridbauteile aus Metall und Kunststoff werden als hochbelastete Strukturbauteile, z. B. als Frontend, immer häufiger im Automobilbau eingesetzt. Die Werkstoffe Metall und Kunststoff werden üblicherweise durch einen Formschluss miteinander verbunden, der durch spritzgegossene Niete und/oder durch Kantenumspritzung erzielt wird. Ziel des Forschungsprojekts mit dem Namen „Hylight“ ist es, diesen Formschluss durch eine stoffschlüssige Verbindung zu ergänzen oder gar vollständig zu ersetzen.

Das Zusammenspiel des hybriden Werkstoffverbunds bei solch hochbelasteten Strukturbauteilen soll dadurch weiter optimiert werden. Die Vorteile der neuen Technologie werden an einem auf diese Weise optimierten Automobil-Frontend demonstriert. Als Ergebnis dieser Optimierung wird eine signifikante Gewichtsreduktion im Vergleich zur konventionellen Bauweise angestrebt.

 

Die stoffschlüssige Verbindung wird durch eine Haftvermittlerschicht erreicht, die noch vor der Metallumformung und dem Spritzgießprozess im Coil-Coating-Verfahren auf die Metallkomponente aufgebracht wird. Die angestrebte Optimierung soll erreicht werden, indem das mechanische Verhalten der Haftvermittlerschicht und der beteiligten Werkstoffe möglichst genau in einer Struktursimulation abgebildet wird. Zur Ermittlung von Kennwerten insbesondere für die Haftvermittlerschicht wurde am IKV ein spezieller Rohrprüfkörper entwickelt, bei dem die Kunststoffkomponente auf ein metallisches Blech aufgespritzt wird. Anhand dieses Prüfkörpers können Materialkennwerte des stoffschlüssigen Verbunds sowohl für Zug- als auch für Schubbelastung ermittelt werden. Die so ermittelten Materialkennwerte dienen unter anderem als Grundlage zur Kalibrierung von numerischen Modellen zur simulativen Auslegung der stoffschlüssigen Hybridbauteile.

Die aufgestellten Modellierungsansätze werden wiederum an Bauteilversuchen unter anderem an dem als Standardhybridbauteil etablierten „Erlanger Träger“ validiert. Aus diesen Erkenntnissen heraus wird die Konstruktion eines realen Frontends in Hinblick auf die Ausnutzung aller Vorteile der neuen Verbindungstechnologie hin optimiert und virtuell ausgelegt. Damit lässt sich eine angestrebte Gewichtseinsparung bei gleichen oder sogar besseren mechanischen Eigenschaften simulativ nachweisen. Durch die genaue Auslegung von stoffschlüssigen Hybridverbunden mithilfe der Struktursimulation können neue Strukturanwendungen zur Serienreife gebracht werden, die bei gleicher Leistungsfähigkeit das Fahrzeuggewicht weiter senken.

An dem Projekt „Hylight“ sind die Firmen Evonik, Ford, Hühoco, Kirchhoff Automotive, Lanxess und Montaplast, sowie der Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) an der Universität Erlangen als Projektpartner beteiligt. Gefördert wird das Projekt vom BMBF.

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Donnerstag, 14.06.2012

Natpet: JV für PP-Compounds mit A.Schulman

Die National Petrochemical Industrial Co (Natpet, Jeddah / Saudi-Arabien) hat mit dem Compoundeur und Distributeur A.Schulman (Akron, Ohio / USA) die Gründung eines 50:50 Joint Ventures zur Produktion von PP-Compounds vereinbart, wie verschiedene Medien berichten. Die neue Einheit soll in zwei Ausbaustufen unweit der Natpet-Anlagen in Yanbu (Saudi-Arabien) entstehen.

Die PP-Compounds sind den Angaben nach vor allem für Abnehmer aus der Hausgeräte- und Möbelindustrie in Nahost, Indien und Afrika vorgesehen. Im Rahmen eines zusätzlichen Deals wolle A.Schulman zudem Kunden in Europa mit Natpet-Produkten beliefern, heißt es.

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